Exit Relays braucht das Land

Situation in Österreich

Es mag wohl Österreicher geben, die Tor Exit Relays betreiben. Die Anzahl derer, die dazu auch Server bei Betreibern in Österreich auswählen ist doch recht überschaubar: metrics.torproject.org hat die kurze Liste. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist das einzig nennenswerte Relay das der JKU Linz. Wir berichteten darüber ende 2015.

Warum ein Exit Relay betreiben?

Gründe können vielfältig sein. Der Betrieb eines (Exit) Relays macht das Tor Netz robuster, stabiler, sicherer und schneller für alle Nutzer. Es bei einem ISP in Österreich zu betreiben, steigert die Akzeptanz und betont die Wichtigkeit von Tor im Land; ob für Unternehmen oder Verbraucher. Es setzt gewissermaßen ein Zeichen gegen mehr Überwachung, was nach den am 20. April 2018 beschlossenen Gesetzen aktueller denn je ist. Auch fürs globale Tor Netz sind Exit Relays momentan von besonders großer Bedeutung, wie Roger Dingledine, Mitgründer vom Tor Projekt und Entwickler, heute, am 22. April 2018 schreibt:

    [...] we need both guards and exits,
    but we need exits more urgently with the current network.

    Thanks,
    --Roger

Wie zu Werke gehen?

Das Wichtigste ist wohl, den Entschluss dazu zu fassen. Danach gibt es mittlerweile genug Hilfestellungen für die Vorbereitung und Durchführung des Vorhabens: Im Wiki von torproject.org steht ein wunderbarer Leitfaden zur Verfügung:

Es gibt einen Tor-Stackexchange für diverse Fragen:

Rechtliche Informationen zu Exit Relays in Österreich und andere relevante Dokumente stellen wir bereit:

Und auch wir oder Betreiber bestehender Relays stehen für Fragen oder Erfahrungsberichte zur Verfügung.

Auch wenn Sie (z.B. als ISP) einen (dedizierten Root-)Server zur Verfügung stellen können, selber aber kein Relay betreiben und warten wollen, nehmen Sie einfach Kontakt auf und wir könnten eine Lösung finden.

Fazit

Alles, was man zum Betreiben eines Exit-Relays wissen muss, ist verfügbar. Wichtig ist, schon bei der Suche nach einem Provider: Offenheit über das Vorhaben und Freundlichkeit.

Natürlich sind wie für jeden Server Kosten zu tragen. Darüber hinaus steht mit einer Portion Geduld und Spaß an der Sache dem nächsten Exit Relay nichts mehr im Weg.